Aussiedlung

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13. Dez. 2016 - Öffentliche Gemeinderatssitzung

Im Rahmen des Haushaltsplans 2017 wurden die aktuell laufenden, städtischen Projekte vorgestellt.
Der Reitverein fand ausdrückliche Erwähnung: Erschließungsmittel sind in den Haushaltsplan eingestellt und das Planverfahrung wird durchgeführt. Im Zusammenhang mit dem Seeländerprojekt wurde gesagt, dass der Hochwasserschutz beplant wird. Auch wenn hier das Reitvereinsgelände nicht ausdrücklich erwähnt wurde, scheint sich doch die Planung bezüglich HQ100-Problematik positiv zu entwickeln.

Aus der Sicht des RFV-Planungsteams spiegelt das Gehörte den uns bekannten Stand der Dinge wieder - mit der Darstellung auf der Gemeinderatssitzung dokumentiert und öffentlich. Das Aussiedlungsteam bleibt dran und geht mit dem Planungsamt der Stadt die nächsten Schritte an.


29. Okt. 2016 - Präsentation Stand unserer Aussiedlung

In der Reithalle stellt das Aussiedlungs-Team den Stand der Planung vor und Studierende der Hochschule Nürtingen präsentieren ihren Entwurf für eine machbare Stall- und Reitanlage am neuen Standort.

Für das Projektteam informiert Norbert Zimmermann:
Die Stadt hat die Grundstücksankäufe auf dem neuen Reitanlagen-Gelände nahezu abgeschlossen. Ein anderer Standort kommt nicht in Frage. Das Planverfahren wird vorbereitet.
Seit der Hauptversammlung im März gab es viele Aktivitäten: der Verein wurde durch das Kompetenzzentrum für landwirtschaftliches Bauen beraten und empfiehlt eine Studienarbeit mit der Hochschule Nürtingen zu erstellen. Eine Studentengruppe wird mit einer Ausarbeitung beauftragt, die sie dem Planungsteam am 4. Juli präsentiert. Kurz darauf stellen Planungsteam und Vorstand die Ausarbeitung im Stadtplanungsamt vor und reichen die Unterlagen für das Planverfahren ein.

Jedoch besteht weiterhin die bekannte HQ100-Problematik: Stellungnahme von Herrn Prof. Dr. Birk – Rechtsberater der Stadtverwaltung: Vor Klärung der HQ 100-Thematik kann kein Bauleitplanverfahren im Hochwasserschutzgebiet aufgestellt werden. Rechtliche Hindernisse lassen auch kein Planverfahren für die „HQ100-freie“ Fläche zu.

Wie geht es weiter?
Norbert berichtet: Priorität 1 hat die Lösung der gewässerökologischen Fragestellungen sowie der Hochwasserschutz. Die Maßnahmen müssen im Wasserwirtschaftsamt (im LRA) genehmigt werden. Dann geht es weiter. Basis für die weitere Gestaltung der Reitanlage ist zunächst das Konzept der Studienarbeit, die alle Anforderungen erfüllt - und vor allem auf die 1,7 ha der „HQ100-freien“ Fläche passt …
Sobald eine weitere Konkretisierung sinnvoll möglich ist, wird ein Architekt und gegebenenfalls auch ein Rechtsbeistand eingeschaltet. Eine Prognose zum weiteren Zeitstrahl ist derzeit nicht sinnvoll möglich. Die Stadt Herrenberg hat den politischen Willen das Projekt umzusetzen. Die Zeichen stehen auf Gelingen!

Positiv wird die Vorstellung des Entwurfs der Studierenden aufgenommen. Sechs Kommilitonen nahmen sich die Zeit, die Studienarbeit ausführlich vorzustellen. In der anschließenden Fragerunde wurden Themen vertieft wie die Gestaltung der Pferdehaltung in Boxen, Offenstall und Paddocks, die Automatisierung der Stallarbeiten und der voraussichtliche Arbeitsumfang für den Stallmeister sowie die Lage und Ausgestaltung der Hallen, Gebäude und Tribünen.


29. Okt. 2016 - Artikel im Gäuboten zum Aussiedlungs- und HQ100-Thema

Der Gäubote veröffentlicht einen Artikel, der sich mit der Aussiedlung des RFV Herrenberg und dem Jahrhunderthochwasser beschäftigt.

Unter dem Titel "Der Hochwasserschutz kommt in die Quere" berichtet Jochen Stumpf: Weil europäisches Gesetz zu Bundes- und Landesgesetz wurde, bekam die Fläche, die für unsere Aussiedlung vorgesehen ist, zu fast einem Drittel den Stempel eines HQ100-Risikos. Damit ist es nach dem Wassergesetz nicht möglich, dort neue Baugebiete auszuweisen und Bauleitpläne, Bau- und Flächennutzungspläne zu erstellen, erklärt Martin Wuttke, stellvertretender Landrat und Erster Landesbeamte des Landkreises Böblingen. Also liegt der Ball beim Landkreis und unsere Planung muss so lange warten.

Weiter schreibt der Gäubote: "Reinhold Lönarz ... [Amtsleiter des Stadtplanungsamts Herrenberg]: 'Es kostet viel Geld, Herrenberg hochwassersicher zu machen.' Geld, über das der Gemeinderat im Frühjahr beschließen soll. Die Höhe der Ausgaben möchte Lönarz derzeit nicht abschätzen. Herrenberg muss aber handeln, daran lässt Martin Wuttke keinen Zweifel. 'Wir können da kein Auge zudrücken.'
Lönarz denkt an 'ein Retentionsbecken im großen Umfang', das nördlich der geplanten Reitanlage gebaut werden könnte. So könne das Areal aus dem HQ100 genommen werden, dann erst seien weitere Planungen möglich."


23. Juli 2016 - Das Planungsteam berät über das von der Hochschule Nürtingen vorgelegte Konzept

Sechs Studierende der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt, Nürtingen, erarbeiteten unter Leitung einer Gruppe von Professoren und Lehrkräften ein umfassendes Konzept für die neue Reitanlage, die der Reit- und Fahrverein Herrenberg am neuen Standort erstellen möchte.

Unter dem Titel "PLANUNG EINER REITANLAGE 'auf der grünen Wiese'" liegt uns nun ein Konzept vor, das alle Aspekte für die Planung einer funktionierenden und schönen Reitanlage behandelt: Raum- und Funktionskonzept, ökonomische Bewertung und Tiergerechtigkeit, gesellschaftliche Einordnung und wissenschaftliche Grundlagen. Auf Basis dieser Arbeit wird das Planungsteam die Anträge und Eingaben bei der Stadt formulieren und die nächsten Planungsschritte gehen.


4. März 2016 - Hauptversammlung des RFV Herrenberg

Tobias Meigel, Baubürgermeister der Stadt Herrenberg, informiert über den Stand der Planung seitens der Stadt. Nachdem die erfordlichen Grundstücke nun erworben sind, kann die Stadt in das Planungsverfahren einsteigen. Über die Dauer des Verfahrens macht Meigel keine Aussage, er geht jedoch von etwa 15 Monaten aus.

Einer der Gründe, die die Planungsdauer beeinflussen, ist die Tatsache, dass sich das Gelände im Bereich des "Hundertjahre-Wasserschutzes" (HQ100) befindet. (Alle hundert Jahre kann Wasser aus den Bereichen des Durchlasses in Richtung Nufringen auf das Gelände auflaufen.) Die Planung muss entsprechend umgestellt werden.

Ein Planungsteam des RFV Herrenberg wird die anstehenden Aufgaben zur Planung und Vorbereitung der Umsiedlung durchführen. Das Projektteam bestehend aus Norbert Zimmermann, Walter Holzapfel und Rainer Ozimek wird gebildet. Es stimmt sich bei seinen Aktivitäten eng mit dem Vereinsvorstand ab.